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NRV-Rechtsschutz

Die Neue Rechtsschutz Versicherungsgesellschaft (NRV) wurde im Jahre 1956 durch die damalige Mannheimer Versicherungs AG als eigenständige Rechtsschutzversicherung gegründet. Die Gründe lagen in den Bestimmungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes, die es einer Schadensversicherung verbot im eigenen Unternehmen eine Rechtsschutz zu betreiben.
Das Unternehmen betreibt in Mannheim ein zentrales Schadenbüro. Der Vertrieb erfolgt über die Aktionärsunternehmen.

Die Aktionäre der NRV AG sind:

  • Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG, Nürnberg
  • VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G., Hannover
  • Stuttgarter Lebensversicherung a.G., Stuttgart
  • Mannheimer AG Holding, Mannheim

Kennzahlen zum 31. Dezember 2005:

   * Anzahl der Verträge             444.020 Stück
   * Gebuchte Bruttobeiträge      61.071.970 €
   * Gemeldete Schäden                65.759 Stück
   * Schadenzahlungen             44.156.196 €
   * Kapitalanlagen              110.612.008 €
   * Anzahl der Mitarbeiter               80

VGH Versicherungen

Die VGH Versicherungen ist der größte Regionalversicherer Niedersachsens. Als Rundumversicherer ist das Unternehmen Marktführer in seinem Einzugsgebiet. Rund 5,5 Millionen Versicherungsverträge hat die VGH in ihrem Bestand. Zu den rund zwei Millionen Kunden der VGH gehören sowohl Privat- als auch Firmenkunden. Rund ein Drittel aller Wohngebäude und zwei Drittel aller Landwirtschaftsbetriebe in Niedersachsen sind bei der VGH versichert. Jede fünfte Kraftfahrzeug- und Hausratversicherung und jede zehnte Lebensversicherungspolice wird in Niedersachsen bei der VGH abgeschlossen.

Geschichte und Beteiligungen

Unter dem Markennamen Versicherungsgruppe Hannover haben sich im Jahr 1957 die Landschaftliche Brandkasse Hannover von 1750 und die 1918 gegründete Provinzial Lebensversicherung Hannover zusammengeschlossen. Brandkasse und Provinzialversicherung sind rechtlich eigenständige öffentlich-rechtliche Versicherungen. Die Brandkasse befindet sich im Eigentum der Landstände des ehemaligen Königreichs Hannover, die Provinzialversicherung im Eigentum der Brandkasse und des niedersächsischen Sparkassenverbandes.

Mit der Provinzial Krankenversicherung Hannover AG und der Provinzial Pensionskasse Hannover AG unter ihrem Dach bilden sie heute die größte öffentliche Versicherungsgruppe in Niedersachsen.

Im Verlauf der 90er Jahre beteiligten sich VGH und Sparkassen an mehreren öffentlichen Versicherungen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Pate stand dabei das so genannte Bremer Modell. Kennzeichnend dafür ist, dass nach der Eingliederung der Feuerversicherungsanstalt der Freien Hansestadt Bremen in diesen Verbund, die Eigenständigkeit des Unternehmens als Bremer Regionalversicherer erhalten blieb. Auch bei den Beteiligungen an den öffentlichen Versicherern in Ostfriesland, Oldenburg und Sachsen-Anhalt wurde die Selbständigkeit und Identität der Versicherungsunternehmen gewahrt, ihr Vertrieb aber um die Vorteile des Verbundes erweitert.

Landschaftlichen Brandkasse

Im Mai 2007 verkaufte das Unternehmen rund 500 Wohnungen an die GAGFAH und löste damit Bestände der Landschaftlichen Brandkasse auf.

Unternehmen

Insgesamt sind in Niedersachsen direkt und mittelbar rund 4500 Menschen für das Unternehmen tätig.

Als öffentlich-rechtliche Versicherung ist die VGH nur in ihrem Geschäftsgebiet in Niedersachsen tätig. Durch die Fokussierung auf den Heimatmarkt hat die VGH ein enges, flächendeckendes Vertriebsnetz aufgebaut. Zwölf Regionaldirektionen steuern den Vertrieb. Sie kooperieren mit rund 700 selbständigen Versicherungsvertretern und deren 1300 Mitarbeitern. Als weiterer Vertriebsweg kommen über 1200 Geschäftsstellen von 45 Sparkassen und der Landesbausparkasse hinzu.

Die unternehmensrechtliche Beteiligung des Sparkassenverbandes Niedersachsen (SVN) an der Provinzial Lebensversicherung Hannover 1989 hat sich so positiv entwickelt, dass heute der größte Teil des Neugeschäfts in der Lebensversicherung durch die Sparkassen vermittelt wird.

Für ihr umfangreiches Angebot an Versicherungen hält die VGH einen detaillierten Katalog mit Tipps zur Schadenverhütung für ihre Kunden bereit. Die starke Nachfrage belegt, dass die Schadenverhütung im gemeinsamen Interesse beider Versicherungspartner liegt. Dem Kunden wird – auf Wunsch - die Koordination des Schadenmanagements abgenommen. Mit ihrem Netzwerk von Autowerkstätten in allen Regionen Niedersachsens garantiert die VGH ihren Versicherten kurze Wege und schnelle Schadenbehebung.

Überschüsse

Die VGH hat als öffentlich-rechtliches Unternehmen keine Aktionäre zu bedienen. Daher steht nicht in erster Linie die Gewinnmaximierung sondern der Kunde im Mittelpunkt. Die Versicherten profitieren vom Erfolg in Form von Beitragsrückerstattungen und Direktgutschriften. Das heißt, dass Überschüsse, die nicht zur Bildung neuen Eigenkapitals verwendet werden, an die Kunden ausgeschüttet werden. So hat die Landschaftliche Brandkasse Hannover allein in den vergangenen zehn Jahren mehr als 260 Millionen Euro an die Versicherten zurückgezahlt.

Spenden, Sponsoring und Stiftung

Durch Spenden und Sponsoring der VGH sowie ihrer zum 250. Jahrestag ins Leben gerufenen Stiftung werden im kulturellen, sportlichen und sozialen Bereich verschiedene Projekte und Programme in Niedersachse gefördert. Außerdem fördert die VGH Projekten und Institutionen, die im öffentlichen Interesse liegen, wie z.B. die Feuerwehren.

Beim internationalen Reitturnier German Classics engagiert sich die VGH seit 2002 als Sponsor. Der hochkarätig besetzte Wettkampf um den mit 20.000 Euro dotierten „Preis der VGH-Versicherungen“ ist jeweils der Höhepunkt der Veranstaltung. Neben den „German Classics“ hat die VGH auch den VGH-Cup, eine Turnierserie für Nachwuchsreiter, initiiert. Er fand 2006 zum elften Mal statt. Abgerundet werden die pferdesportlichen Aktivitäten durch die jährliche Ausrichtung des VGH-Renntages auf der Neuen Bult in Langenhagen. Mit internationaler Beteiligung fanden 2006 neben einem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen neun weitere Preisrennen vor rund 9.000 Zuschauern statt.

Seit sechs Jahren sponsert die VGH gemeinsam mit dem Landesfußballverband Niedersachsen den VGH-Fairness-Cup. Bei diesem Wettbewerb, in dem faires Verhalten auf dem Fußballplatz im Mittelpunkt steht, werden die jeweiligen Regionalsieger von den VGH-Regionaldirektionen geehrt. Im Jahr 2006 haben sich 1.171 Mannschaften von der Kreisliga bis zur Bundesliga beworben.

Zusammen mit dem Sparkassenverband und der Landesregierung hat die VGH insgesamt zwölf bürgerschaftliche Projekte im Rahmen des Wettbewerbs „Unbezahlbar und Freiwillig – der Niedersachsenpreis für Bürgerengagement“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis wird bürgerschaftliches Engagement in Niedersachsen anerkannt und die Motivation der Menschen gefördert. Das Spektrum reicht von Sozialem über Kultur, Sport, Gemeinschaft und Umwelt bis hin zum Bereich Kirche und Religion.

Ein weiterer jährlicher Sponsoring-Schwerpunkt ist der VGH-Fotopreis. Er stand 2006 unter dem Motto „Fußball in Niedersachsen“ – passend zur Fußballweltmeisterschaft. Am 1. November 2006 wurde der Preis zum fünften Mal verliehen. Gleichzeitig eröffnete eine Fotoausstellung, die im Foyer der VGH-Direktion in Hannover einen Monat lang die besten Arbeiten präsentierte.

Außerdem hat die VGH die Feierlichkeiten zu „60 Jahre Niedersachsen“ und eine die Landesgeschichte aufzeigende Ausstellung in Hannover finanziell mitgetragen.

Sparförderung

Als Sparförderung wird die staatliche Förderung der Sparbemühungen und der Vermögensbildung von Privatpersonen bezeichnet.

Ziele der Sparförderung

Ziel der Sparförderung ist zunächst einmal ein Sozialpolitisches: Die Ungleichverteilung der Vermögen in der Bevölkerung soll durch erhöhtes Sparen der ärmeren Bevölkerungsschichten gemildert werden (Umverteilung). Aus diesem Grund sind Maßnahmen der Sparförderung meist an Einkommensobergrenzen gebunden.

Daneben wird auch die Erhöhung der Sparquote als gesamtwirtschaftliches Ziel genannt.

Außerdem wird versucht, über die Sparförderung auf die Auswahl der Anlageformen und die spätere Verwendung der Mittel Einfluss zu nehmen. Gefördert werden sollen z. B. die Investition in Produktivvermögen (Aktien) oder in Wohneigentum.

Instrumente der Sparförderung

Der Staat kann das Sparen mittels Sparzulagen, Prämien und Steuervergünstigungen fördern.

Sparförderung in Deutschland

Sparförderung erfolg in Deutschland mit den Instrumenten:

  • Sparerfreibetrag
  • Arbeitnehmersparzulage
  • Wohnungsbauprämie

Auch die Einführung der Abgeltungssteuer wird unter dem Gesichtspunkt der Sparförderung diskutiert.

Früher bestanden Fördermöglichkeiten bei

  • Belegschaftsaktien

Weiterhin bestehen eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Sparverträge zur Altersversorgung (Riester-Rente, Rürup-Rente u. a.).

Sparförderung in Österreich

Sparförderung erfolg in Österreich mit den Instrumenten:

  • staatlichen Prämien beim Bausparen
  • steuerliche Absetzbarkeit der Einzahlungen auf Lebensversicherungen
  • Abgeltungssteuer
  • Freibeträge für Zinsen

Geschichte

Bereits im Drittes Reich wurde Sparförderung betrieben. Mit der “Verordnung zur Lenkung der Kaufkraft” vom 30. Oktober 1941 wurde das Programm Eisernes Sparen ins Leben gerufen.

Tilgungsaussetzung

Als Tilgungsaussetzung wird im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung die vertragliche Vereinbarung zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer über die Abtretung eines Tilgungsersatzes bezeichnet.

Hierbei werden keine direkten Zahlungen zur Rückführung des Darlehens vereinbart sondern nur die anfallenden Zinsen werden dem Darlehensnehmer in Rechnung gestellt. Als Tilgungsersatz (Tilgungssurrogat) werden die Ansprüche aus Kapitallebensversicherungen, private Rentenversicherungen, Bausparverträgen oder Investmentfonds abgetreten. Diese werden separat bespart und am Ende der Laufzeit zur Rückführung des Darlehens verwendet. Dabei ist die Mindestbesparung Bestandteil des Kreditvertrages.

Gründe für eine Tilgungsaussetzung

Es gibt im wesentlichen 3 Gründe für Tilgungsaussetzungen bei Kreditverträgen:

Einbindung bestehender Verträge in die Finanzierung

Bestehen bereits Kapitallebensversicherungen oder Bausparverträge, so ist es häufig nicht sinnvoll, diese aufzulösen um das darin angesparte Kapital für die Finanzierung zu nutzen. Statt dessen wird ein Teil des Darlehens tilgungsfrei aufgenommen, und die Kapitalzahlung bei Fälligkeit zur Tilgung genutzt. Der Kreditvertrag war dann eine Zwischenfinanzierung bis zur Fälligkeit des Vertrags.

Steuerliche Motive

Bei vermieteten Immobilien sind die Schuldzinsen steuerlich als Kosten abzugsfähig. Nach altem Recht waren die Erträge aus Lebensversicherungen nach 12 Jahren steuerfrei. Aus diesem Grund war es für Steuerpflichtige mit entsprechender Steuerlast sinnvoll, eine Tilgungsaussetzung zu vereinbaren.

Zinsdifferenzgeschäfte

Die Anlage in Aktienfonds bietet statistisch eine Risikoprämie in Höhe von ca. 2 % auf sichere Anlagen. Eine Kreditaufnahme mit Tilgungsaussetzung und Tilgung durch Fonds ist häuftig motiviert durch den Wunsch, eine positive Zinsdifferenz zu erwirtschaften. Dies ist jedoch mit entsprechenden Risiken verbunden.

Bei einer sicheren Geldanlage (z.B. Lebensversicherung, Bausparvertrag) besteht aber meist eine negative Zinsdifferenz, d.h. die gezahlten Zinsen übersteigen die gleichzeitig erwirtschafteten Erträge. Ökonomisch führt eine Tilgungsaussetzung daher typischerweise zu einer Verteuerung des Kredits.

Siehe auch: Kreditantrag, Finanzierungsplan, Anschaffungskosten

Rückdeckungsversicherung

Eine Rückdeckungsversicherung wird vom Arbeitgeber bei einem Lebensversicherungsunternehmen abgeschlossen, um eine Finanzierungshilfe für die Erfüllung von Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zu haben. (Es gibt daneben auch andere Leistungsversprechen des Arbeitgebers, die über derartige Verträge abgesichert werden: z.B. Zeitwertguthaben auf Arbeitszeitkonten, Altersteilzeitguthaben.) Der Arbeitnehmer ist die versicherte Person. Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter ist der Arbeitgeber. Das heißt an ihn werden die Leistungen gezahlt, wenn der Versicherungsfall eintritt. Stellt die Zusage auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung in der Bilanz des Arbeitgebers eine Passivposition dar (Pensionsrückstellung), so wird die Rückdeckungsversicherung mit einem Aktivwert angesetzt, da insoweit das Saldierungsverbot des § 246 Abs. 2 HGB greift. Nach Internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) ist eine Saldierung unter bestimmten Voraussetzungen möglich. In diesem Fall werden die Rückdeckungsversicherung als “qualifying insurance policies” bezeichnet und wie “plan assets” behandelt.

Aetna

Aetna (NYSE:AET) ist der Name eines großen Anbieters von Gesundheitsleistungen für Arbeitnehmer in den Vereinigten Staaten. Aetna ist ein direkter Nachkömmling von Aetna Insurance Company aus Hartford, Connecticut. Das Unternehmen ist im Aktienindex S&P 500 gelistet.

Geschichte

AIC hatte im Jahre 1850 die erste Lebensversicherungspolice herausgegeben. Dies geschah 30 Jahre nach der Gründung des Unternehmens.
1996 schloss sich Aetna mit US Healthcare zusammen.

Sparten

Aetna hat auch eine namhafte Präsenz in der Hausratsversichung, Unfallversicherung und am Sicherheitsanleihenmarkt. Das Abbrechen und die Auflösung der Versicherungen ist gesetzmäßig und vertragsbedingt erschwert, aber Gesundheitsversicherungsdiensleister versuchen Wege aus dem Vorschriften zu finden.

Unternehmensstruktur

Das Unternehmen hat seinen Aufbau radikal strukturiert, indem es die Finanzsparte an den niederländischen Versicherer ING Groep verkaufte. Damit ist Aetna ein reiner Gesundheitsvorsorgeversicherer geworden. Das Unternehmen bietet Vorsorgeleistungen, Zahn-, Medikamenten-, Zukunfts- und Gruppenversicherungen an.

Kennzahlen

Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2006:

  • Verkäufe: 25,1457 Mrd. Dollar
  • Nettoeinkommen: 1.701,7 Mrd. Dollar
  • Erwerbstätige: 27.820

Aetna hat mehr als 13 Millionen Versicherte. Darunter sind 11 Millionen Zahnversicherte und 12 Millionen Gruppenversicherte.

Bonus

Das lateinische Adjektiv bonus bedeutet gut. Bonus ist das Gegenteil von Malus, ein Bonus wirkt als Zurechnung von Punkten, Geld oder anderen Quantitäten. Der Plural lautet Bonus, Bonusse oder Boni.

Der Begriff wird in verschiedenen Bereichen verwendet:

  • Im Berufsleben steht er für einen einmaligen, meist leistungs- oder bilanzabhängigen Zuschlag auf das Arbeitsentgelt.
  • Im betriebswirtschaftlichen Sinne: Vergütung, die nachträglich für einen bestimmten Umsatz gewährt wird, das heißt eine Form der Kundentreuebelohnung (nachher), Ggs. Rabatt (eine kostenlose Zugabe).
  • Bei der Autoversicherung meint der Bonus eine Senkung des Beitrags bei Unfallfreiheit.
  • In der Lebensversicherung eine Form der Überschussbeteiligung, bei der die garantierte Versicherungsleistung erhöhrt wird.
  • In Computerspielen bezeichnet Bonus eine Belohnung in Form von Punkten (siehe Highscore) oder Fähigkeiten (siehe Powerup).
  • Ein linearer Bonus wird im Einkauf genutzt. Es handelt sich um einen variablen Prozentsatz, den ein Lieferant auf den getätigten Jahresumsatz vergütet und zwar abhängig von der Höhe des Umsatzes.

Alexander Möller

Alexander Johann Heinrich Friedrich Möller (* 26. April 1903 in Dortmund; † 2. Oktober 1985 in Karlsruhe), genannt Alex Möller, war ein deutscher Politiker (SPD).

Möller gehörte ab 1946 der Vorläufigen Volksvertretung bzw. dem Landtag von Württemberg-Baden zunächst für den Wahlkreis Karlsruhe-Land, ab 1950 für den Wahlkreis Karlsruhe-Stadt an. 1952 zog er als Landtagsabgeordneter in den Landtag von Baden-Württemberg ein, dem er bis 5. Oktober 1961 angehörte, als er wegen seiner Wahl in den Deutschen Bundestag sein Mandat niederlegte. Sein Nachfolger wurde Walther Wäldele. Dem Bundestag gehörte Möller dann bis 1976 an. Von 1969 bis 1971 war Möller deutscher Bundesfinanzminister im Kabinett unter Bundeskanzler Willy Brandt.

Neben seiner SPD-Parteitätigkeit war er zunächst Aufsichtsratsmitglied, später Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender bei der Karlsruher Lebensversicherung AG. Dies brachte ihm den Spitznamen „Genosse Generaldirektor“ ein, den er auch als Titel seiner 1978 erschienenen Memoiren verwendete.

Alexander Möller ist Ehrenbürger der Stadt Karlsruhe.

Gerling

Die Gerling-Versicherungsgruppe ist ein international operierender Versicherungskonzern mit Hauptsitz in Köln. Seit Mai 2006 gehört Gerling zur Finanzholding Talanx.

Unter dem Dach der Gerling Beteiligungs-GmbH, vereint die Gerling-Gruppe den Sachversicherer Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG und den Lebensversicherer Gerling-Konzern Lebensversicherungs-AG, denen weitere Vertriebs- und Dienstleistungsgesellschaften zugeordnet sind.

Sprecher der Geschäftsführung der Gerling Beteilligungs-GmbH ist Herbert Haas.

Die Gerling Versicherungsgruppe beschäftigt weltweit in über zwanzig Ländern ca. 6.400 Mitarbeiter (Stand: April 2005). Die Prämieneinnahmen beliefen sich 2005 auf ca. 4,56 Mrd. Euro, der Gewinn betrug 158 Mio. Euro.

Geschichte

Am 4. Mai 1904 gründet Robert Gerling die Vermittlungsgesellschaft Bureau für Versicherungswesen Robert Gerling & Co. mbH – die Keimzelle der Gerling-Versicherungsgruppe - in Köln.

1918 wird die Gerling Sachversicherungsgruppe, die Gerling Allgemeine Versicherungs-AG (GKA) gegründet. 1922 wird die Gerling Lebensversicherungsgruppe gegründet.

Nach dem Tod von Robert Gerling 1935 übernimmt Walter Forstreuter die Leitung des Unternehmens. Weder Mitglieder der Familie Gerling noch Forstreuter sind Mitglieder der NSDAP. Dennoch profitiert Gerling, wie auch die Wettbewerber, von Aufträgen des Staates und der NSDAP. Nach Kriegsende erhält 1945 Hans Gerling, Sohn des Unternehmensgründers, von der amerikanischen Militärregierung die Zulassung als erstes deutsches Versicherungsunternehmen.

1973 schleust sich der Publizist Günter Wallraff Pförtner und Hausbote ein und berichtet über „anachronistische Arbeitsbedingungen, Kündigungswillkür, und Launen der vornehmen Vorgesetzten, denen die ‘kleinen Angestellten’ in dem patriarchalisch geführten Versicherungsunternehmen ausgeliefert waren“Ludwig, Johannes: Investigativer Journalismus. Recherchestrategien. Quellen. Informanten.. UVK, Konstanz 2002, ISBN 3-89669-348-4. S.176.

Beim Konkurs der Herstatt-Bank 1974 verliert Hans Gerling die Mehrheit an der Gerling-Gruppe und wechselt in den Aufsichtsrat. 1986 ist Hans Gerling wieder Mehrheitseigentümer.

1992 wird Rolf Gerling nach dem Tode seines Vaters Hans Gerling Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Nach hohen Verlusten durch die Folgen der Anschläge vom 11. September 2001 in New York sowie Schäden aus der amerikanischen Rückversicherungstochter wird 2003 die Gerling Rückversicherung und die Beteiligung an dem Kreditversicherer Gerling NCM verkauft. Rolf Gerling, der Enkel des Unternehmensgründers, hält 94 % der Gerling-Gruppe, Aufsichtsratsvorsitzender Joachim Theye 6 %.

2005 ist Gerling Hauptsponsor des Fußball-Bundesligavereins 1. FC Köln. Im gleichen Jahr verkauft Gerling seine IT-Infrastruktur an die Siemens Business Services (SBS AG), die heutige Siemens IT Solutions and Services (SIS). Diese gründet zu diesem Zweck des Outsourcing eine eigene Tochter: Die SBI-IS (Services for Business IT - Insurance Services).

2005 verkündet der Talanx-Versicherungskonzern die Absicht, die operativen Gesellschaften der Gerling-Gruppe zu übernehmen, wie am 8. November 2005 offiziell bekanntgegeben wurde. Die Vertragsunterzeichnung ist für Ende November vorgesehen. Anschließend müssen verschiedene Aufsichtsbehörden ihre Zustimmung geben, damit die geplante Übernahme rechtskräftig werden kann. Als Kaufpreis werden rund 1,4 Mrd. € genannt.Felix Harbart: HDI-Versicherung baut neue Konzernzentrale, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 7. Juli 2007.

Am 25. April 2006 gaben Talanx und Gerling bekannt, dass alle Zustimmungen zur Übernahme durch die Talanx gegeben sind und das sogenannte Closing zum Ende des Monats April erfolgt, die Übernahme damit also abgeschlossen ist. Damit endet die Familiengeschichte des Unternehmens Gerling. Der Name Gerling soll allerdings bestehen bleiben.

Björn Jansli legt zum 1. Mai 2006 seine Ämter nieder. Neuer Sprecher der Geschäftsführung ist Herbert Haas. Ab November 2006 tritt die bislang auf „Gerling Investment GmbH“ lautende Anlagegesellschaft unter AmpegaGerling Investment auf. Ebenfalls wird die Gerling Lebensversicherungs AG (GKL) in HDI-GERLING Lebensversicherung umbenannt.

Künftig wird der Bereich Lebensversicherung mit Sitz in Köln und der Bereich Sach- und Rechtsschutzversicherung mit Sitz in Hannover betrieben werden. Die Gerling-Gebäude im Kölner Gereonsviertel sind durch den neuen Eigentümer Talanx verkauft worden. Neue Räumlichkeiten für den Bereich Lebensversicherungen sollen im Neubau der Büroflächen auf dem Messegelände Köln-Deutz bezogen werden. Im Rahmen der bundesweiten Neustrukturierung wird offiziell von einem Stellenabbau von bis zu 1.800 Mitarbeitern gesprochen.

Geschäftsfelder

Die Gerling Versicherungsgruppe gehört nach Unternehmensangaben zu den Marktführern der Industrieversicherer in Europa und zu den führenden Anbietern von betrieblicher Altersvorsorge in Deutschland.
Zu den Geschäftsfeldern zählen Versicherungen und Finanzdienstleistungen für große Wirtschaftunternehmen, kleine- und mittelständische Firmen als auch Freiberufler und Privatpersonen. Weitere Dienstleistungen sind Risikoanalyse- und Beratung sowie Asset Management.

Quellen

NRV-Rechtsschutz

Die Neue Rechtsschutz Versicherungsgesellschaft (NRV) wurde im Jahre 1956 durch die damalige Mannheimer Versicherungs AG als eigenständige Rechtsschutzversicherung gegründet. Die Gründe lagen in den Bestimmungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes, die es einer Schadensversicherung verbot im eigenen Unternehmen eine Rechtsschutz zu betreiben.
Das Unternehmen betreibt in Mannheim ein zentrales Schadenbüro. Der Vertrieb erfolgt über die Aktionärsunternehmen.

Die Aktionäre der NRV AG sind:

  • Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG, Nürnberg
  • VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G., Hannover
  • Stuttgarter Lebensversicherung a.G., Stuttgart
  • Mannheimer AG Holding, Mannheim

Kennzahlen zum 31. Dezember 2005:

   * Anzahl der Verträge             444.020 Stück
   * Gebuchte Bruttobeiträge      61.071.970 €
   * Gemeldete Schäden                65.759 Stück
   * Schadenzahlungen             44.156.196 €
   * Kapitalanlagen              110.612.008 €
   * Anzahl der Mitarbeiter               80
 
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